Was wird aus der Baustelle Seelachstraße?

Nach wie vor droht der Hang abzurutschen. Die Baustelle ist nicht abgesichert

Bild: Ben Becher

Martin Ernst, Stadtrat für die Freien Bürger Baden-Baden, lässt nicht locker. In der letzten Sitzung des Bauausschusses fragte er zum wiederholten Mal Bürgermeister Alexander Uhlig, was mit der verlassenen Baustelle Seelachstraße geschehen soll. Diese Baustelle ist nicht sicher, sie ist gefährlich. Nur eins der drei geplanten Häusern ist im Rohbau fertig. Die Handwerker sind abgezogen. Die Seelachstraße bleibt seit Jahren halbseitig gesperrt. Eine Ampel muss den Verkehr regeln. Teile der Straßenbelags zeigen Risse. Nach wie vor droht die riesige, in den Steilhang gesprengte Baugrube über den Häusern der Dimpfelbachstraße. Jeder, der dieses zum ersten Mal sieht, zuckt zusammen, es sieht gefährlich aus, als ob Hang und Seelachstraße nachrutschen könnten. Nichts tut sich auf der Baustelle, der Bauherr (ein Russe) lässt sich seit zwei Jahren nicht mehr sehen. Die Stadt weiß, dass sie (sofern sie den Bauherren nicht zwingen kann) vielleicht selbst diese Baustelle aufräumen und sichern muss. Und sie muss auch die Straße wieder befestigen sowie Hang und Baugrube absichern. Uhlig meinte auf die Frage von Ernst, dass man sich demnächst mit dem Bauherren zu einem Gespräch treffen möchte. Ob das Gespräch zu einem Ergebnis führen wird, ist ziemlich fraglich.

Ein erstes Ausschreibungsergebnis für die Reparatur der Straße und die Sicherung der Baustelle liegen der Stadt inzwischen vor, sagte Bürgermeister Uhlig im Bauausschuss. 570.000 Euro soll es kosten. Ob das reicht, steht dahin. Fachleute rechnen damit, dass der Schaden, den diese Baustelle an dem Steilhang und an der Straße angerichtet hat, möglicherweise sogar bei über einer Million liegen könnte, sofern die Stadt selbst eintreten müsste. Und was geschieht mit den Schäden an den Häusern in der Dimpfelbachstraße? Wie dem auch sei: die FBB wird nicht locker lassen und weiter fragen. Wir kümmern uns!