Neues Schloss, Ende des Baurechts?

Ein Gespräch mit Wolfgang Niedermeyer

Foto: Ben Becher

Seit 2002 versucht die jetzige Eigentümerfamilie des Neuen Schlosses, hier ein Hotel einzubauen, ein Luxushotel. Doch wie Fachleute von Anfang an vermuteten: im Grundsatz ist das Neue Schloss kein weitläufiger Barockbau, den man so einfach in Zimmerfluchten umbauen kann, – das Neue Schloss ist (wie ein bekannter Hotelier aus Baden-Baden formulierte:) ein Einfamilienhaus, ein über die Jahrhunderte ergänzter befestigter Palast. Später der ehemalige Witwensitz für die Witwen der Großherzöge von Baden.

Seinerzeit, nämlich als es 2002 um die Nutzung ging, stimmte das Landesdenkmalamt zu, dass ein vorsichtiger Umbau des Neuen Schlosses zu einem Hotel und (damit es sich überhaupt rechnen konnte) zusätzlich ein Stützbau mit Hotelzimmern im Park errichtet werden durfte – ausnahmsweise.

Ein entsprechender Bebauungsplan wurde beschlossen und sogar noch einmal zu Gunsten von Frau Al Hassawi erweitert. Doch in dieser langen Zeit wurde nur das Dach erneuert – die Hotelpläne sind, wie die Oberbürgermeisterin von Baden-Baden feststellen musste, wohl gescheitert, auch wenn die Eigentümerin an ihnen festhält.

Sie, Herr Niedermeyer in Ihrer Funktion als Vorsitzender des Vereins Stadtbild Baden-Baden haben nun vorgeschlagen, gewissermaßen ein Ende zu machen mit dem unendlichen Hin und Her: der Bebauungsplan, sagen Sie, könnte und sollte nun von der Stadt zurück genommen werden.